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Die ersten Computer
Die ersten Computer wurden in den 1930er Jahren gebaut - der zweite Weltkrieg beflügelte die Entwicklung. Computer waren anfangs riesige Gebilde, die nur durch Experten bedient werden konnten. Die zunehmende Miniaturisierung mit Hilfe von Transistoren machte den Computer immer weiteren Nutzergruppen zugänglich, bis der Computer schließlich durch den Bau von Mikroprozessoren in den 1970er Jahren "gesellschaftsfähig" wurden.
- Übersicht Computergeschichte
- Die Vorreiter der Computertechnik (1.100. vor Chr. - Anfang 20. Jhd.)
- Die Neuzeit des Computers (1970er - heute)
1930er-1949
1935 stellten IBM eine Lochkartenmaschine vor, die "IBM 601", die eine Multiplikation pro Sekunde durchführen konnte. Der folgende zweite Weltkrieg brachte einen Aufschwung in der Comuterentwicklung. Conrad Zuse (1910-1995) realisierte nach dem Grundprinzip von Babbage 1938 die mechanische Rechenmaschine "Zuse Z1", die jedoch im Krieg zerstört wurde. Die "Z1" gilt als Vorläufer der modernen Computer. Das 1941 fertiggestellte Nachfolgemodell der "Z1", die "Z3" theoretischer Vorreiter lieferte viele Grundlagen der modernen Computertechnik, er war u. a. der der Entschlüsselung des "Emigma"-Codes beteiligt. England setzte ab 1943 den "Colossus" zur Dechiffrierung von geheimen Nachrichten ein. Die USA benutzte den zwischen 1943 und 1944 gebauten und von Howard H. Aiken (1900-1973) entwickelten Rechner "Mark I" für ballistische Berechnungen.
"Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.", Thomas J. Watson (1943)
Der erste vollelektronische Rechner war der 1948 in der USA gefertigte Großrechner "ENIAC". Mit 18000 Röhren und einem Gewicht von 20 Tonnen schaffte der "ENIAC" einer Multiplikation in 3ms. In die späten 40er Jahre fällt auch der Bau des "EDVAC" (Electronic Discrete Variable Automatic Computer), der erstmals die "Von-Neumann-Architektur" enthielt. 1949 stellte Edmund C. Berkeley mit "Simon" den ersten digitalen, programmierbaren Computer für den Heimgebrauch vor, sozusagen den Vorgänger der Homecomputer.
"Es sieht so aus, als hätten wir in der Computertechnologie die Grenzen des Möglichen erreicht, auch wenn man mit solchen Aussagen vorsichtig sein sollte - sie neigen dazu, fünf Jahre später ziemlich dumm zu klingen.", John von Neumann (1949)
1950-1970er
Ab 1950 explodierte der Innovationszyklus in der Computerentwicklung, die kommerzieller Massenproduktion von Computer startete. So baute Remington Rand 1951 den ersten kommerziellen Röhrenrechner, den "UNIVAC I" (UNIVersal Automatic Computer I). 1955 folgte Bell Labs mit dem "TRADIC" (TRansistorized Airborne DIgital Computer den ersten Computer), der komplett mit Transistoren statt Röhren bestückt war. Die DDR baute im gleichen Jahr den "OPREMA" (OPtik-REchen-MAschine). 1956 stellte IBM das erste magnetische Festplattenlaufwerk "IBM 350", mit einer Kapazität von knapp 5 MB, vor. Die "IBM 350" wog 500 kg und benötigte 10 kw Strom.
"Computer der Zukunft werden vielleicht einmal nicht mehr als 1,5 Tonnen wiegen.", aus Popular Mechanics (1949)
Im Dezember 1968 stellten Douglas C. Engelbart und William English vom Stanford Research Institute (SRI) die erste Computermaus vor. Mit der Erfindung des serienmäßig produzierbaren Mikroprozessors in den 70er Jahren wurden die Computer immer kleiner und leistungsfähiger.
1971 baute Intel den "4004", den ersten in Serie gefertigten Mikroprozessor. 1973 erschien der "Xerox Alto", der erste Computer mit Maus, graphischer Benutzeroberfläche (GUI) und eingebauter Ethernet-Karte. 1974 stellte HP mit dem "HP-65" den ersten programmierbaren Taschenrechner vor. 1975 begann MITS mit der Auslieferung des "Altair 8800".
"Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus bräuchte.", Ken Olsen (1977)